Zruban 2016-01-02

Zruban
Planet
Identifikation:EN.1306.1
Klassifizierung:V
Lokalisierung
Raumgebiet:Enthara
Planetensystem:Barok
Zentralgestirn:Nochus
Position:1 / 1
Physikalische Eigenschaften
Masse:4.438 * 1024 kg
Dichte:13.578 g/cm3
Atmosphärendruck:0.916 bar
Fallbeschleunigung:16.221 m/s2
Fluchtgeschw.:11.775 km/s
Temp. min:
Temp. mittel:
Temp. max:
608.9 K
725.1 K
841.7 K
Sonneneinstrahlung:6.680 * 1019 W/m2
Geometrische Eigenschaften
Radius:4'273.34 km
Durchmesser:8'546.69 km
Umfang:26'850.21 km
Oberfläche:2.295 * 108 km2
Volumen:3.269 * 1011 km3
Rotationsdauer:33.61 gh
Rotationsgeschw.:221.91 m/s
Umlaufzeit:3'731.8 gd
Sonnenabstand:4.910 * 107 km
Umlaufgeschw.:0.957 km/s
Tage im Jahr:2'664.83
Zusammensetzung
Atmosphäre:H2N5 (53%), H (28%), N (12%), C12H28Sn (8%), O2 (5%)
Planet:Sn (38%), BaC2 (28%), S9C6 (15%), C (9%), C4 (7%)
Kern:Re2C3 (16%), CRe2 (15%), C2Re (13%), Re (11%), FeC2 (11%), Re3C (10%), Re3C2 (9%), C4Re (5%), Rb (5%), C (1%)
Oberfläche:
Mondliste
  • keine



Zruban ist der einzige Planet des Sterns Nochus im Barok-System.

Dieser Planet wurde schon vor Jahren ans Handelsnetz angeschlossen und ist deshalb ziemlich genau erforscht. Seine reichen Zinn-Vorkommen machen ihn vorallem für die boomende Chipbranche interessant. Bei weiteren geologischen Forschungen stiess man aber auf Artefakte und verfallene Bauwerke einer einst grossen Zivilisation. Dieses Volk war ausgestorben als ihr Zentralgestirn vor etwa 800'000 Jahren ausbrannte und infolge dessen seine Leuchtkraft kurzzeitig extrem steigerte. Dabei wurde in einer beispiellosen Katastrophe ein ganzes Volk ausgelöscht. Die näheren Beweggründe wurden sehr genau erforscht (siehe dazu Kapitel: Geschichte)


Klima

Die Temperatur ist so hoch das flüssiges Zinn sich in riesigen Seen gesammelt hat an der Oberfläche. Die Fortbewegung an der Oberfläche ist extrem gefährlich da jederzeit gasförmiges Rubidum aus dem Erdinnern hochsteigen kann, dass dann bei Kontakt mit der Luft explosionsartig verbrennt.
Es gibt wenige geologisch stabile Gebiete. Wenn überhaupt findet man solche in der Nähe der Pole. Auf der Oberfläche befinden sich 9 Abbaufabriken für Zinn welche das Material komprimieren, abkühlen und von Fremdbestandteilen reinigen.



Geschichte

Heute ist man überzeugt davon das Zruban vor wenigen 100'000 Jahren noch ein blühender Planet war. Seine Temperatur lag zu dem Zeitpunkt wohl cirka 400K unter dem heutigen Wert. Auch hatte sich anscheinend eine hoch entwickelte Kultur gebildet. Es wurden Trümmer von grossen Bauwerken gefunden sowie riesige Höhlensysteme die anscheinend angelegt wurden um vor der Hitze zu flüchten.
Leider war die Zivilisation technologisch erst soweit das sie Datenspeicher aus Silizium anlegen konnten aber für den Bau eines interstellaren Raumschiffes waren sie noch zuwenig weit.
Man fand Zeugnisse eines grossen Streites zwischen zwei unterschiedlichen Lagern. Anscheinend war eine Gruppe der Meinung man solle sich einfach unter der Erde verstecken und abwarten bis die Sonnenaktivität ihren Zenit überschritten hat. Komplett andere Ansicht war die andere Gruppe, diese meinte es werde viel zu heiss werden und die Periode der Dürre werde viel zu lange dauern. Diese Gruppe wollte alle Technologie einsetzen um ein Raumschiff zu bauen um wenigstens einen Teil der Bevölkerung retten zu können. So kam es dazu das sich zwei Lager bildeten in denen die einen mit dem Bau eines Raumschiffes begannen und die anderen sich immer weiter in die Erde bohrten um der Hitze zu entkommen.

Die weiteren Ereignisse sind unklar. Einige Quellen berichten davon das ein Raumschiff fertiggestellt werden konnte und einige Siedler zum nächsten Stern aufgebrochen sind in der Hoffnung das es dort bewohnbare Planeten gibt. Andere Quellen sprechen aber nur von einem Startversuch der erfolglos abgebrochen werden musste. Leider wurde bis heute weder ein Raumschiff noch Startvorrichtungen gefunden, man vermutet das die entsprechenden Örtlichkeiten inzwischen geologisch so stark verändert sind das keine Spuren mehr gefunden werden können. Zahlreiche Forschungsteams haben schon nach diesem Geisterschiff, der PLT Homeless, gesucht aber keine Spur gefunden.

Aber auch das Schicksal der Gruppe die sich unter die Erde zurückzog ist besiegelt worden. Zum einen stieg die Temperatur viel stärker an als vermutet und zum anderen setze sich aufgrund der Temperaturen ein Stoff in der Atmosphäre fest der schlussendlich schleichend das Ende brachte: Tributylzinn



Tributylzinn

Dieser Stoff brachte den Bewohnern auf schleichende Weise, nämlich einfach dadurch das sie sich nicht mehr vermehren konnten, den Tod. Tributylzinn bewirkt eine genetische Veränderung der Geschlechtsorgane und führt in hoher Konzentration zu Unfruchtbarkeit. So wurden die Bewohner schlussendlich nicht von der unbarmherzigen Hitze dahingerafft sondern dadurch das sie nicht mehr in der Lage waren sich fortzupflanzen. Man stelle sich das gesellschaftliche Drama vor...

Tributylzinn hat die Formel C<sub>12</sub>H<sub>28</sub>Sn und kommt heute noch in der Atmosphäre des Planeten vor. Es ist daher sorgfältig daruf zu achten nur gefilterte Luft zu atmen! Die Verbindung entstand dadurch das mit steigender Temperatur das Zinn tief im Erdinnernen gasförmig wurde und an die Oberfläche drängte. Dort ging das Zinn mit dem kristallinen Kohlenstoff und dem Wasserstoff in der Atmosphäre die verhängnisvolle Verbindung ein.



Topografie

Die Zinn-Seen an der Oberfläche bestimmen das Aussehen des Planeten. Berge gibt es einige, diese sind allerdings zumeist Orte an denen entweder flüssiges Zinn oder gasförmiges Rubidum an die Oberfläche tritt. Aus diesem Grund ist der Aufenthalt an solchen Orten keinem zu empfehlen!



Flora

Man hat zahlreiche versteinerte Pflanzen gefunden und in einigen Höhlen sogar noch lebende Bakterien. Wirkliches pflanzliches Leben ist aber keine vorhanden.



Fauna

Vor kurzem hat man in einem geologisch weniger aktiven Gebiet eine Ansammlung versteinerter Knochen gefunden die derzeit rekonstruiert werden. Es scheint sich vorallem um Knochen von Nutztieren zu handeln.



Magnetfeld

Das Magnetfeld des Planeten schwilt in seiner Stärke an und ab in regelmässigen Abständen. Dies scheint mit der Eigenrotation und der Verteilung der Flüssigkeit im Innern zusammenzuhängen.
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